Gut gewappnet mit wintergrünen Stauden.

AUF DEN PUNKT GEBRACHT: Die Tage werden kürzer und die ersten kalten Nächte kündigen den Winter an. Deshalb ist es wichtig, den Garten winterfest zu machen und eine gute Grundlage für das nächste Gartenjahr zu schaffen. Mit wintergrünen Stauden können Sie die triste Jahreszeit gut überbrücken.

Auf das Farbenfeuerwerk des Herbstes folgen neblig-trübe Wintertage. Eines Morgens wacht man auf und spürt den Geruch von Schnee in der Luft – der Winter steht vor der Tür. Manche lieben ihn, andere werden auf eine echte Geduldsprobe gestellt. Für die, die den Winter bisher eher als traurige Zeit im Garten empfunden haben, empfehlen wir die Stimmung mit wintergrünen Stauden aufzuheitern. Während die meisten Pflanzen ihre Blätter verlieren, werfen sich wintergrüne Stauden und Gräser zum Ende der Gartensaison nämlich noch mal richtig in Schale. Pflanzen, deren Laub erst im Frühjahr neu gebildet wird, punkten im Winter mit sattem Grün.

FARBIGES IM WINTERLICHEN GARTEN.

Während viele Pflanzen im Garten ihren Winterschlaf halten, kommen Christrosen (Helleborus niger) mit ihren weißen Blüten besonders groß raus. Wegen ihrer Blüte in der kalten Jahreszeit galt die  immergrüne Pflanze sehr lange als heilig. Man schrieb ihr die besondere Kraft zu, böse Geister zu vertreiben. Zudem wurde die Helleborus früher auch dafür genutzt, das Wetter für das kommende Jahr vorherzusagen. Sie erhielt daher auch den Namen „Orakelblume“. Zur Weihnachtsnacht wurden zwölf Blütenknospen der Christrose in ein Glas mit Wasser gestellt. Hierbei stand jede der zwölf Blüten für einen Monat. Am Heiligabend wurden die Knospen dann betrachtet: Wenn sich die Blüte geöffnet hat, war gutes Wetter für den jeweiligen Monat zu erwarten, blieb sie geschlossen, sollte es schlechtes Wetter geben.

Der Winter hat auch für die zauberhafte Bergenie (Bergenia) einen besonderen Reiz: Sobald der erste Frost seinen eisigen Atem über die Blätter gehaucht hat, blühen sie in tollen Rottönen. Die Bergenie kommt ursprünglich aus den Gebirgsregionen in Ostasien und wächst dort auf Kies- und Geröllflächen mit nährstoffreicher Erde. Lange Zeit galt die Bergenie als eine Schattenpflanze – das war ein Missverständnis. Sie fühlt sich nämlich auf sonnigen Flächen richtig wohl und hübscht den Garten wunderbar auf.

Ebenso wirken die wintergrünen Sorten der zarten Elfenblume (Epimedium) mit ihrem grünen Blattkleid im Winter besonders elegant. Sie stammt aus der Familie der Berberitzengewächse und ist in Nordasien über Nordafrika bis Europa beheimatet. Die Farbpalette der Blüten reicht von Hellorange, über Weiß oder Rosarot bis hin zu Violett. Es gibt sogar zweifarbige Sorten. Sie ist zwar robust, sollte aber dennoch an einem geschützten schattigen Platz mit feuchter, humoser Erde stehen. 

Übrigens: Ist der Winter da, meinen viele, dass die Gartensaison vorbei ist. Für die einen oder anderen Pflanzen mag das stimmen, nicht aber für wintergrüne Stauden. Die wichtigste Pflegemaßnahme für diese Stauden ist das Gießen, denn diese verdunsten Wasser über ihre Blätter.

KüBELPFLANZEN AUF DEM WINTERBALKON.

Der Winter ist kein Grund, um auf eine hübsche Balkonbepflanzung zu verzichten. Frostharte und robuste Pflanzen vertreiben die graue Tristesse und machen Ihren Balkon auch im Winter zu einem Highlight. Perfekt dafür eignet sich die Skimmie (Skimmia) mit ihren grünen Blättern und den attraktiven Knospen. Im Topf ist die Skimmie bis zu -15°C winterhart und sollte hell stehen. Die Erde darf nicht austrocknen, gegossen wird nur an frostfreien Tagen.

Beim genaueren Hinsehen beeindruckt die Schneeheide (Erica carnea) mit ihren zahlreichen winzigen Blüten in Weiß, Rosa bis Violett, die an zarte Glöckchen erinnern. Die Erica bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Vor zu starker Wintersonne und Wind sollte die Pflanze geschützt werden.

Die Scheinbeere (Gaultheria) hingegen gibt sich mit ihren vielen roten, rosanen oder weißen Beeren besonders viel Mühe, Farbe in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Ihre grünen Blätter verströmen beim

Zerreiben einen aromatischen Duft. Die Beeren dienen als gute Futterquelle für Vögel. Am liebsten steht die Scheinbeere an einem hellen bis halbschattigen Standort. 

Tipp: Bei extrem harter Kälte können Sie Ihre winterharten Lieblinge von unten mit einer Styroporplatte schützen.

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. Quelle: Talking Brands


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