Ernteverlängerung bei Beerenobst

Wer die Beerenernte im eignen Garten verlängern möchte, sollte bei der Sortenauswahl z.B. von Erdbeeren und Himbeeren auf den Erntezeitpunkt achten. Durch eine geschickte Kombination verschiedener Arten und Sorten und ein paar kleinen Tricks kann man bequem ein halbes Jahr lang immer wieder köstliche Früchtchen ernten.

Wenn die Beerensaison losgeht, sind wir mittendrin in der schönsten Erntezeit des Jahres. Wer in seinem Garten genug Platz hat, kultiviert am besten gleich eine große Auswahl, um von Juni bis in den Herbst Beeren ernten zu können. Die Saison startet im Juni mit Erdbeeren, dann folgen Stachel- und Johannisbeeren sowie Blaubeeren und Sommerhimbeeren. Das große Finale bilden dann Brombeeren und Herbsthimbeeren, die oft bis zum ersten Frost geerntet werden können. Für fast alle Beeren gilt, dass es verschiedene Sorten gibt, die auch zu unterschiedlichen Zeiten reif werden. Weiß man zum Beispiel, dass man jedes Jahr im Juli zwei bis drei Wochen nicht zuhause ist, empfiehlt es sich frühere oder auch spätere Sorten zu wählen. Auch wer seine Beerenernte nur frisch essen oder den ganzen Sommer über Beeren regelmäßig ernten möchte, kann durch eine geschickte Kombination verschiedener Sorten eine ausgewogene Staffelung der Ernte erreichen.

Himbeeren
Mit den richtigen Sorten und kleinen Erziehungstricks beim Rückschnitt können Himbeeren von Anfang Juni bis zum ersten Frost geerntet werden. Denn bei Himbeeren gibt es Sommersorten, sogenannte einmal tragende Sorten, die nur einmal im Jahr, etwa von Juni bis August üppig Früchte tragen und Herbstsorten, auch mehrmals tragende oder remontierende Himbeeren genannt, die ab August bis zu ersten Frost Früchte tragen. Werden diese beiden Sorten – damit man sie beim Schnitt nicht verwechselt am besten an zwei unterschiedlichen Orten – im Garten kultiviert, kann man mit etwas Glück ca. fünf bis sechs Monate lang Himbeeren ernten.

Herbsthimbeeren
Herbsthimbeeren sind besonders pflegeleicht und können grundsätzlich auch zweimal im Jahr Früchte tragen. Im Herbst bilden sie ihr Früchte an einjährigen, also in diesem Jahr gewachsenen Trieben. Im nächsten Frühsommer können sie dann an denselben Ruten eine zweite Ernte, die sogenannte Frühernte, liefern. Dadurch fällt aber auch die nächste Ernte im Herbst geringer aus. Soll die Ernte im Herbst gewohnt üppig ausfallen, ist es ratsam, die abgeernteten Triebe im Winter bodennah abzuschneiden und sich einfach auf die nächste Haupternte im Herbst zu freuen. Wer die zweite, schwächere Frühernte doch einmal probieren möchte, schneidet nach den ersten Frösten nur die oberen abgetragenen Teile ab. In diesem Fall darf man aber nicht vergessen die Ruten nach der frühen Ernte unverzüglich bodennah abzuschneiden.

Sommerhimbeeren
Sommerhimbeeren haben einen Produktionszyklus von zwei Jahren und fruchten an vorjährigen Ruten. Im ersten Jahr bilden sich aus Knospen und Wurzeln neue Bodentriebe, die bis zum Herbst etwa zwei Meter hoch gewachsen sind. Dann bilden sich in den Blattachselknospen Blütentriebe, aus denen sich im folgenden Jahr Fruchttriebe entwickeln, an denen die Früchte wachsen. Nach der Ernte im Juni/Juli sterben die Fruchtruten ab und werden bodennah abgeschnitten, um Platz für den neuen Austrieb zu machen, während die jungen, grünen Ruten stehenbleiben.

Erdbeeren
Bei Erdbeeren kann man mit kleinen Tricks dafür sorgen, dass sie länger geerntet werden können. Hier gibt es ebenfalls frühe und späte Sorten, durch die die Erntezeit verlängert werden kann. Außerdem kann man das Wachstum der frühen Sorten noch etwas beschleunigen, indem man sie (ähnlich wie Kartoffeln) in Dammkultur anbaut. Der Boden des Damms erwärmt sich im Frühjahr schneller. Diesen Effekt kann man noch einmal verstärken, indem man den Damm mit einer schwarzen Mulch-Folie abdeckt. So reifen die Erdbeeren ca. 3 bis 4 Tage früher. Wem das noch nicht reicht, der deckt die Erdbeeren zusätzlich noch mit Vlies und Lochfolie ab, so holt man noch einmal 5 Tage raus. Den größten Effekt erzielt man aber, wenn man Erdbeeren in einem Folienhaus, bzw. einem niedrigen Foliengewächstunnel zieht. Darin reifen die süßen Früchtchen ca. 14 Tage früher. Sobald sich die Blüten öffnen, können die Abdeckungen an warmen Tagen entfernt werden, damit Insekten die Blüten bestäuben können. Und natürlich das Gießen unter der Abdeckung nicht vergessen! Andere Pflanzen bekommen wiederum später ihre Blüten, wenn sie unter einer durchgängigen Strohdecke wachsen.

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. © grün erleben


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