Bauch, Beine, Gartenschere

Im Winter gibt es im Garten nichts zu tun, um sich fit zu halten? Weit gefehlt! Der Obstbaumschnitt, der bei Kernobstbäumen wie Äpfeln oder Birnen am besten im Januar bis Ende März vorgenommen wird, eignet sich ideal als Workout. Diese Frühjahrskur hält also nicht nur Bäume schön und gesund, sondern auch uns!

Durch einen Obstbaumschnitt im Winter können die Erträge von Kernobstbäumen wie Apfel-, Birnen- oder Quittenbäumen gesteigert werden. Durch den Schnitt bekommen die Früchte außerdem mehr Licht, wodurch sie besser ausfärben und auch ihre Qualität besser wird. Zudem erhält man langlebigere und leistungsfähigere Bäume, deren Ertrag oft schon etwas früher im Jahr startet. Je stärker der Schnitt erfolgt, desto kräftiger treibt der Baum im Frühling wieder aus. Wichtig ist außerdem, die Form des Baumes beizubehalten

 

Ran an den Schnitt
Für den perfekten Schnitt muss man auch zwischen Fruchtholz und Jahrestrieben unterscheiden. Je nach Sorte, Obstart und Position bilden Jahrestriebe mehrheitlich Blattknospen. An mehrjährigem Holz befinden sich dagegen meistens viele Blütenknospen. Diese sind größer, ausgeprägter und auch dicker als Blattknospen. Um den Obstbaumschnitt richtig durchzuführen, sollte man außerdem folgende Wuchsgesetze verinnerlichen:

1.    Liegt ein Trieb höher, wächst er schneller.
2.    Ein steiler Trieb wächst stärker als ein flacher.
3.    Ein dicker Ast wächst stärker als ein dünner
4.    Ein Ast mit vielen Seitentrieben entwickelt sich stärker als einer mit wenigen Trieben.

Die Triebe von älteren Bäumen wachsen, genau wie die älteren Bäume selber, eher flach und schwach, dafür haben sie eine starke Blütenknospenbilung. Junge Bäume wachsen aufrecht und stark und die die Blütenknospen bilden sich nur schwach.

Erziehungsschnitt
Durch einen Erziehungsschnitt bei jungen Bäumen wird die Wüchsigkeit gefördert, denn schon die ersten Zuschnitte sind ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des Baumes. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Baumkrone lichtdurchlässig ist und dass die Äste eine möglichst waagerechte Ausbildung bekommen, damit alles gut besonnt wird. Der Mitteltriebe des jungen Baumes wird also ca. 20 cm höher abgeschnitten, als die drei bis vier kräftigen Leitäste, die an den Seiten wachsen. Auch weitere Konkurrenztriebe, also Triebe, die dabei sind den Mitteltrieb bzw. die Leitäste zu überwachsen, werden entfernt.

Erhaltungsschnitt
Bei einem Erhaltungsschnitt für ältere Bäume werden zunächst die Konkurrenztriebe für den Mitteltrieb und die Leitäste entfernt, danach werden alle nahezu senkrecht wachsenden Triebe, sogenannte Wasserschosse, und herabhängende, abgetragene Äste sowie übereinander reibende Triebe abgeschnitten. Schließlich werden auch kranke oder tote Triebe bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten. Ist die Krone zu dicht, wird auch diese noch einmal etwas ausgelichtet.

Süße Belohnung
Wer eine Stunde lang Bäume oder Sträucher schneidet, verbrennt bei einem Körpergewicht von 70 kg durchschnittlich etwa 270 Kalorien. Man muss also kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich nach getaner Arbeit mit etwas Schokolade belohnt. Eine Tafel Schokolade, die im Schnitt ca. 500 Kalorien enthält, ist also nach etwa zwei Stunden Bäume schneiden schon abgearbeitet.


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